Europäische Technologieplattformen

Auf dem Weg zur wissensbasierten Ökonomie in Europa werden zunehmend so genannte Europäische Technologieplattformen (ETP) eingerichtet. Diese Plattformen werden als Instrument der europäischen Forschungsförderung für die jeweiligen Forschungsrahmenprogramme der EU genutzt. In diesem Zusammenhang sollen die Technologieplattformen einen Rahmen vorgeben, um Forschungs- und Entwicklungsprioritäten zu definieren, die für das Wachstum, die Nachhaltigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit in Europa eine große Rolle spielen.

Die Förderung von Partnerschaften zwischen privater Wirtschaft und öffentlichen Stellen ist dabei ausdrücklich beabsichtigt. Die jeweiligen Akteure sollen zusammen mit den Endverbrauchern Visionen und strategische Fragestellungen in technologisch relevanten Bereichen entwickeln. Dadurch sollen in Europa neue, innovative und vor allem marktfähige Produkte und Dienstleistungen entstehen.

Einer der Themenbereiche des sechsten Forschungsrahmenprogramms der EU (2002-2006) umfasste die Lebensmittelqualität und Lebensmittelsicherheit. Das aktuell laufende siebte Forschungsrahmenprogramm (2007-2013) fokussiert u. a. auf einen breiteren Themenkomplex unter dem Begriff „Lebensmittel, Landwirtschaft, Fischerei und Biotechnologie“. Damit soll der Übergang in die europäische wissensbasierte Bioökonomie (Knowledge Based Bio Economy, KBBE) unterstützt werden.

Mehr Informationen zur Bioökonomie gibt es unter anderen auf der englischsprachigen Web-Site „Bio-Economy“. Dort gibt es auch Linksammlungen zu Seiten mit Bildungsangeboten und Berichten zu den jeweiligen Bereichen der Bioökonomie.

Mittlerweile haben sich verschiedene (Bio-)Technologieplattformen etabliert, die Innovationspotential und Forschungsbedarf mit Bezug zur Agrar- und Ernährungswirtschaft aufgreifen. Eine Liste (engl.!) findet sich auf den Seiten der Europäischen Kommission unter dem Stichwort „Bio-Society“.

Ein Beispiel für eine solche ETP ist „Food for Life“: Diese Europäische Technologieplattform wurde bereits 2004/05 ins Leben gerufen mit dem Ziel, Innovationsprozesse europaweit in Lebensmittelwertschöpfungsketten zu fördern, den Wissenstransfer zu verbessern und die europäische Wettbewerbsfähigkeit in diesen Bereichen zu stärken. Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei Produkte und Dienstleistungen, die zu einer gesunden Ernährung beitragen. Dabei sollen auch Aspekte der Lebensmittelqualität und einer nachhaltigen Lebensmittelherstellung betrachtet und Verbraucheranforderungen berücksichtigt werden.

 Weitere Technologieplattformen gibt es zum Beipsiel für:

Eine Übersicht über die nationalen Kontaktstellen bei Fragen zur Forschungsförderung gibt es hier: Forschungsrahmenprogramm

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