CITES für mehr Artenschutz

Bedrohte Arten - Rollmöpse

Bedrohte Arten - Rollmöpse

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2010 zum Jahr der der biologischen Vielfalt  erklärt. Auch vor diesem Hintergrund findet in diesen Tagen (13.03.-25.03.2010) in Doha (Katar) die 15. Vertragsstaatenkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens statt. Delegierte aus mehr als 170 Ländern, Vertreter von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen nehmen dort an der alle drei Jahre stattfindenden Weltkonferenz zum Artenschutz teil.

Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (engl.: Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, CITES) schützt derzeit etwa rund 5.000 gefährdete Tierarten und etwa 28.000 gefährdete Pflanzenarten. In diesem Jahr steht beispielsweise der besondere Schutz von Elefanten, Eisbären, Thunfischen, Korallen und einigen Haiarten auf der Tagesordnung. 

Zur Verbesserung einer nachhaltigeren Fischerei hat die EU vorgeschlagen, die Haiarten Heringhai und  Dornhai auf die Liste des Artenschutzübereinkommens zu setzen und ihre Ein- und Ausfuhren zu kontrollieren.

Aber gerade der Schutz der wirtschaftlich bedeutenden marinen Arten ist in der Vergangenheit immer wieder auf den Widerstand großer Fischereinationen gestoßen. Aber gerade der Schutz der marinen Arten ist nicht zu vernachlässigen, schließlich wird nicht erst seit kurzem auf die Überfischung der Meere hingewiesen.  

Bereits in den 1990ern ist deshalb unter Mitwirkung des World Wide Fund For Nature (WWF) und dem Unilever Konzern der „Marine Stewardship Council“ (MSC) ins Leben gerufen worden. Das Siegel des Councils erfüllt heute – nach eigenen Angaben – weltweit die strengen Kriterien der FAO für nachhaltige Fischerei. Heute betrachtet sich der MSC als unabhängige Organisation. Für die Zertifizierung schreibt der MSC schonende Fangmethoden und damit die Bewahrung einer intakten Meeresumwelt vor.

Nachhaltiger Fischfang ist damit auch ein Qualitätsmerkmal, auf das man als Verbraucher achten kann. Im Falle des MSC ist das Qualitätssignal ein blaues Logo, das einen Fisch darstellt.

Über die Ereignisse und Ergebnisse der Artenschutzkonferenz wird Mathias Lörtscher, Leiter CITES des Schweizerischen Bundesamts für Veterinärwesen (BVET) ab heute täglich bloggen. 

Zum Blog geht es hier: BVET-Blog

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