Es gibt sie, wenn auch nicht viele, aber es gibt sie! So in etwa lautet das Fazit des Beitrags über die Lebensmittelblogger und die Landwirtschaftsblogs. Das wird sich in nächster Zeit wohlmöglich auch nicht ändern. Dabei hätten Landwirte sicherlich einiges zu sagen, bzw. zu kommunizieren.
Allerdings sind Verbraucher offenbar nicht so sehr am Arbeitsalltag von Landwirten interessiert. Vielmehr interessieren sie sich für die Qualität der Lebensmittel und die Transparenz der Lebensmittelproduktion. Das zeigt eine Repräsentativumfrage von TNS Emnid zum „Image der Deutschen Landwirtschaft“ aus dem Jahr 2007.
Neben der „Qualität und Transparenz” der Lebensmittelproduktion seien Verbraucher, so die Studie weiter, aber auch an den Themenfeldern „Umgang mit Tieren” und „Biologischer Anbau“ besonders interessiert. Diese Bereiche, die auch mit den Begriffen Ethik, Qualität und Transparenz charakterisiert werden können, sind dabei eng auch verknüpft mit dem Begriff der Nachhaltigkeit.
Die qualitativen Eigenschaften (Qualitätsmerkmale), die aus diesen Anforderungsbereichen resultieren, sind in der Mehrzahl Vertrauenseigenschaften, die nicht oder nur schwer am Endprodukt gemessen werden können. Diese beziehen sich also schwerpunktmäßig auf die Prozesse (Prozessqualität) und schließen die landwirtschaftliche Primärerzeugung genauso mit ein, wie die Verarbeitung, den Transport und den Verkauf im Supermarkt.
Das legt aber auch nahe, dass der Blick nicht nur auf einzelne Betriebe gerichtet werden darf, sondern auf ganze Lebensmittelketten. Hier können (Kommunikations-)Kooperationen sehr hilfreich sein. Die Frage ist allerdings, ob Betriebe überhaupt ausreichend kommunizieren und Informationen weitergeben wollen.
Bei der Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln spielen die Vertrauenseigenschaften jedoch eine große Rolle. Wäre das nicht so, wäre die Nachfrage nach ökologisch erzeugten und regionalen Produkten nicht so stark ausgeprägt. Nicht umsonst haben sich Nachfragetrends gebildet wie „Regional-Food“ oder „Ethic Food“.
Um diese Trends zu bedienen ist eine gezielte Kommunikation von Qualität (Qualitätskommuniktion) und der Aufbau von Vertrauen notwendig. Unabhängig davon, ob man den einzelnen Betrieb oder eine ganze Kette betrachtet. Hier liegt für die Landwirtschaft im Allgemeinen und besonders für die Direktvermarkter und Nischenanbieter ein großes Potential. Um dieses Potential zu heben sind die modernen Informations- und Kommunikationstechnologie unabdingbare Werkzeuge. Blogs sind dabei nur Bausteine unter vielen. Aber ziemlich große!



