Die Statistiker vom Statistischen Bundesamt haben es nochmal nachgerechnet und damit ist es jetzt amtlich. Im Jahr 2010 wurden im Bundesdurchschnitt etwa 5 Tonnen Spargel je Hektar geerntet (Quelle: destatis). Die Ernte entspricht damit in etwa dem Durchschnitt der vergangenen 6 Jahre. Negativ formuliert hat es also nicht gereicht, den Rekord vom Vorjahr (2009) zu knacken. Das Positive ist allerdings, dass die Erntemenge trotz der kalten Witterung und des langen Winters erfreulicherweise noch durchschnittlich und nicht wesentlich niedriger ausgefallen ist.
Das dürfte die Spargelerzeuger in den Ländern Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg freuen, die im Jahr 2009 zusammen über mehr als die Hälfte der ertragsfähigen Spargelanbauflächen verfügten.
Das der Spargelanbau und die Spargelvermarktung in diesen Ländern ernst genommen wird, zeigt beispielsweise die Einrichtung von Spargelstraßen. Nachfolgend sind einige davon aufgeführt.
Spargelstraße NRW: Auf der Internetseite der Spargelstraße NRW können die Besucher etwas über die verschiedenen Anbaugebiete in Nordrhein-Westfalen und über die dort ansässigen Spargelanbauer erfahren. Darüber hinaus hält die Seite eine Reihe von Informationen rund um den Spargelanbau bereit.
Niedersächsische Spargelstraße: Auch die Internetseite der Niedersächsischen Spargelstraße informiert den Leser über verschiedene Aspekte des Spargels. Wer sich darüber hinaus informieren möchte, kann sich kostenloses Informationsmaterial über die Webseite bestellen.
Die Beelitzer Spargelstraße: Auf den Feldern Brandenburgs wächst der Beelitzer Spargel. Hier hat der Beelitzer Spargelverein seine Spargelstraße eingerichtet. Auf der Internetseite des Vereins bekommt man darüber ausführliche Informationen. Sicherlich lohnt aber auch ein Besuch im echten Spargelmuseum in Beelitz.
Badische Spargelstraße: Nicht nur in den spargelstarken Bundesländern, sondern auch anderswo gibt es Spargelstraßen. Ein Beispiel dafür ist die Badische Spargelstraße. Hier ist das Internetangebot allerdings noch nicht sehr umfangreich. Vielleicht später einmal.
Fazit: Ein Besuch der Spargelstraßen lohnt sich bestimmt auch außerhalb der Spargelsaison. Denn dort wo Spargel wächst, wachsen auch noch andere Dinge. Vielleicht entdeckt man auf diese Weise den einen oder anderen landwirtschaftlichen Direktvermarkter und sein regionales Angebot. Viel Spaß also beim Entdecken!



