Das Risiko nicht scheuen

Ob die Ernte gut, durchschnittlich oder ganz ausfällt, kann bei der Aussaat niemand vorhersagen. Zu groß sind die Unsicherheiten. Aber deswegen auf die Aussaat verzichten? Wer nichts sät, wird nichts ernten. Wer sich nur mit Risiken beschäftigt, wird seine Chancen nicht nutzen.

Wer in diesen Tagen die Nachrichten verfolgt und die Zeitung aufschlägt, kann jedoch leicht den Eindruck gewinnen, dass die Risiken überwiegen. Wo sind nur die Chancen? Ob nun Euro-Krise, Wetterkapriolen, Schweinepreise oder Futterkosten: überall nur Risiken und Herausforderungen. Diesen muss man sich stellen und sie meistern. Unternehmer wissen das.

Wer sich mit dem Management von Risiko befasst, muss das nicht unbedingt nur aus betrieblicher Sicht tun, sondern kann Risiko auch mit der Brille eines Agrarpolitikers betrachten. Die Experten auf dem Jahreskongress des Verbandes Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten (VDLUFA) in Speyer haben das getan und Antworten auf die Frage: „Spezialisierte Landwirtschaft – Risiko oder Chance?“ gesucht.

Dazu erschien eine Pressemitteilung des Landwirtschaftsministeriums Rheinland-Pfalz, in der Landwirtschafts-Staatssekretär Dr. Thomas Griese zitiert wird. Darin fordert er „den Aufbau betrieblicher Kooperationen, um die Verbindungen zu vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen in der Region zu stärken und um größere Teile der Wertschöpfungsketten in den Regionen zu halten.“ Damit ist er nicht alleine. Regionale Wertschöpfungsketten und die ländlichen Räume, stehen seit längerem schon auf der politischen Agenda. Aber damit die Vorhaben gelingen, müssen alle dran arbeiten: Politik und Unternehmen.

Die Politik kann Rahmenbedingungen schaffen, die Kooperationen und regionale Wertschöpfungsketten fördern. Umsetzen müssen das jedoch die Unternehmen. Hier zähglt deren Innovationskraft. Dort wo die Mittel dafür fehlen, muss die Politik sie zur Verfügung stellen. Dadurch wird die Entwicklung von Innovationen angeschoben und deren Entwicklungsrisiken gesenkt. Die Chancen, die sich aus den Innovationen ergeben können, müssen die Unternehmen jedoch ergreifen. Das tut dem ländlichen Raum gut. Voraussetzung dafür ist jedoch unternehmerischer Mut und ein strukturiertes Innovationsmanagement in den Betrieben, bzw. der Wille bei der Entwicklung von Innovationen zu kooperieren. 

Übrigens, wer sich für Vorträge auf dem VDLUFA-Kongress interessiert, kann hier die Kurzfassungen herunterladen: VDLUFA-Kongress-Referate (ca. 2,5 MB)

Dieser Beitrag wurde unter Management abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>